Ein wichtiger Schritt für den notwendigen Breitbandausbau in den unterversorgten Teilorten und Gehöften in Alfdorf ist getan! Die Gemeindeverwaltung hat mit fachlicher Unterstützung durch den Zweckverband Breitbandausbau Rems-Murr dieser Tage den Förderantrag bei der atene Kom GmbH gestellt, welche vom Bundesverkehrsministerium als Projektträger für die Durchführung des Bundesförderprogramms Breitbandausbau beauftragt wurde.

Voraussetzung für den Förderantrag war ein Markterkundungsverfahren, welches die unterversorgten Haushalte schwarz auf weiß dokumentiert. Als unterversorgt gelten nach den derzeitigen Förderrichtlinien alle Haushalte, die eine Bandbreite von weniger als 30 Mbit/s aufweisen. Hierbei handelt es sich in den Teilorten und Gehöften von Alfdorf um ca. 520 Haushalte. Sobald der Förderantrag auf Bundesebene genehmigt ist, was aufgrund der hohen Nachfrage einige Zeit in Anspruch nehmen wird, wird eine Co-Finanzierung auf Landesebene beantragt. Dadurch kann eine Förderquote von insgesamt 90 % erreicht werden. Im nächsten Schritt erfolgt das Vergabeverfahren mit der öffentlichen Ausschreibung für den Aufbau und den Betrieb des Telekommunikationsnetzes.

Bürgermeister Ronald Krötz: „Nachdem wir in der Kerngemeinde, sowie in Pfahlbronn, Brech und Vordersteinenberg mit Vectoring ausreichend versorgt sind und das Industriegebiet von der Telekom selbst mit Breitbandausbau angeschlossen wurde, gibt es in den zahlreichen weiteren Ortsteilen und Gehöften bislang eine extreme Unterversorgung, die mobiles Arbeiten, Homeschooling und andere inzwischen gängigen Tätigkeiten über das Internet erheblich erschweren oder unmöglich machen. Es ist mir sehr wichtig, dass wir in kommenden Jahren die digitale Infrastruktur den heutigen Erfordernissen anpassen. Mit der Stellung des Förderantrags ist nun Startschuss gefallen, denn wir sind zwingend auf die Fördermittel von Bund und Land angewiesen, um diese finanzielle Mamut-Aufgabe stemmen zu können.“ 

Auch der Vorsitzende des Zweckverbands, Landrat Dr. Richard Sigel, freut sich darüber, dass mit dem Förderantrag nun die Weichen in Richtung Gigabitgesellschaft gestellt sind: „Die Corona-Krise hat uns nochmals deutlich vor Augen geführt, dass eine schnelle Internetverbindung heute wichtiger ist als je zuvor. Gerade im ländlichen Raum müssen wir für eine lebenswerte Infrastruktur sorgen. Der Förderantrag in Alfdorf bildet dabei unseren ersten Schritt. Weitere unterversorgte Gebiete im Kreis werden folgen.“

Parallel dazu laufen derzeit Gespräche mit der Gemeinde Kaisersbach, die mit ihrem Förderantrag bereits kurz vor Abschluss des Vergabeverfahrens ist. Zweckverband und Gemeinde versuchen hierbei die Haushalte, die im Alfdorfer Ortsteil Hellershof an der geplanten Trasse des Breitbandausbaus für Kaisersbach gelegen sind, bereits bei dieser Baumaßnahme an das Glasfasernetz zu bekommen

  • Rund 300 Haushalte profitieren vom Glasfaser-Ausbau
  • Bandbreiten bis zu 100 MBit/s
  • Mehr Tempo bei der Telekom buchen

Mehr Tempo auf der Datenautobahn: Es ist soweit - rund 300 Haushalte in Kapf, Vorder- und Hintersteinenberg können jetzt schneller im Internet surfen. Im neuen Netz sind Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich. Das gilt auch für Musik- und Video-Streaming oder das Speichern in der Cloud. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s. Die Telekom hat dafür neun Kilometer Glasfaser verlegt. Außerdem hat sie drei Verteiler neu aufgestellt und mit moderner Technik aufgerüstet.

„Wir freuen uns, dass es nun so weit ist: Kapf, Vorder- und Hintersteinenberg haben eine Auffahrt zur Datenautobahn", sagt Michael Segan, Bürgermeister von Alfdorf. ,,Schnelle Internetverbindungen sind aus dem Leben unserer Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wegzudenken - privat und geschäftlich."

„Ab sofort können alle die schnellen Internetanschlüsse online, telefonisch oder im Fachhandel buchen", sagt Wolfgang Fahrian, Regionalmanager der Deutschen Telekom. ,,Eine moderne Infrastruktur ist ein digitaler Standortvorteil - für jeden Haushalt, jede Immobilie und die gesamte Kommune."

So kommt das schnelle Netz ins Haus

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wurde das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler wurden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen .am Straßenrand wurden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden höhere Bandbreiten erreicht. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Der Weg zum neuen Anschluss

Bürgerinnen und Bürger, die das schnellere Internet nutzen wollen , müssen neue Verträge abschließen oder bereits bestehende anpassen. Wer mehr über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife der Telekom erfahren will, kann sich im Telekom Shop, beim teilnehmenden Fachhandel, im Internet oder beim Kundenservice der Telekom informieren:

  • Telekom Shop, Bocksgasse 13, 73525 Schwäbisch Gmünd
  • Telekom Shop, Oberer Marktplatz 2, 73614 Schorndorf
  • www.telekom.de/schneller
  • Neukunden: 0800 330 3000 (kostenfrei)
  • Telekom-Kunden: 0800 330 1000 (kostenfrei)
  • Kleine und Mittlere Unternehmen 0800 330 1300 (kostenfrei)

Darüber hinaus werden auch Vertriebsmitarbeiter der Telekom im Ort unterwegs sein. Die Mitarbeiter tragen alle einen Ausweis zur Legitimation und sind als Telekom Mitarbeiter zu erkennen.

  • Telekom baut im Gewerbegebiet Glasfaser bis zu 1 GBit/s aus
  • Hohe Bandbreiten für über 30 Unternehmen
  • Rund 13 Kilometer Glasfaser und 4 neue Verteiler

Die Würfel sind gefallen: In Alfdorf erhalten über 30 Unternehmen im Gewerbegebiet Alfdorf bei Abschluss eines Vertrages jetzt Anschluss ans Gigabit-Hochgeschwindigkeitsnetz der Telekom. Die Zahl der Unternehmen, die sich an dieses Netz anschließen lassen wollen, ist zum Ende des Vorvermarktungszeitraums über die 30 Prozent Marke geklettert. Die Telekom beginnt jetzt mit dem Bau des schnellen Netzes. Firmen, die sich während des Vorvermarktungszeitraums für die Telekom entschieden haben, erhalten den Einbau des Gigabit-Anschlusses ohne zusätzliche Kosten. Das Angebot auf Glasfaser reicht vom asymmetrischen 100 MBit/s-Geschäftskundenanschluss bis zum symmetrischen 1 GBit/s-Anschluss. Die Telekom wird dafür rund 13 Kilometer Glasfaser verlegen und 4 Glasfasernetzverteiler aufstellen und die Unternehmensstandorte direkt an das Glasfaser-Netz anbinden.

Für das Verlegen der Glasfaserkabel ist umfangreicher Tiefbau nötig. Die Telekom wird das sogenannte Trenching vor Ort einsetzen. Beim Trenching werden nur schmale Schlitze in den Bodenbelag gefräst. Trenching ist fünfmal schneller als das herkömmliche Tiefbau-Verfahren. Das reduziert die Beeinträchtigungen für die Anwohner.

„Eine schnelle Internetanbindung mit ausreichender Bandbreite ist heutzutage ein wesentliches Standortkriterium für jedes Unternehmen jedweder Branche. Die Gemeinde Alfdorf ist sowohl an zunehmenden Angeboten von Breitbandanschlüssen für Gewerbebetriebe und Privathaushalte wie auch an einem nachhaltigen Ausbau des Glasfasernetzes im Gemeindegebiet interessiert. Die Gemeinderäte Andrea Kolckmann, Sascha Kühne und Manfred Fitz haben sich besonders für des Ausbau eingesetzt. Mit dieser zukunftsfähigen Infrastruktur wird die Attraktivität des Gewerbegebiets in Alfdorf deutlich gestärkt", sagt Alfdorfs Bürgermeister Michael Segan zum Glasfaserausbau.

„Der Umgang mit großen Datenmengen ist für viele unserer Gewerbebetriebe schon heute selbstverständlich und teilweise existenziell. Beim Breitbandausbau und schnellen Internet liegt Deutschland im Vergleich mit anderen Industrienationen auf einem der hinteren Plätze - hier besteht dringend Nachholbedarf. Deshalb setzt sich der Landkreis für ein flächendeckendes Glasfasernetz ein", sagt Landrat Dr. Richard Sigel, Vorsitzender des Zweckverbands Breitbandausbau Rems-Murr. ,,Langsam war gestern: Wir starten mit Hochgeschwindigkeit ins kreisweite Netz."

„Für Unternehmen ist schnelles Internet ein Wettbewerbsfaktor, der immer wichtiger wird. Glasfaser ist die einzige Technologie, die im Prinzip unbegrenzte Bandbreiten zulässt und deshalb zukunftssicher ist. Die Alfdorfer Firmen profitieren vom Kooperationsvertrag zwischen der Region Stuttgart und der Deutschen Telekom", erklärt der Breitbandbeauftragte der Region und Geschäftsführer der Gigabit Region Stuttgart GmbH (GRS) Hans-Jürgen Bahde.

„Wir freuen uns, unseren Geschäftskunden in Alfdorf zukünftig Glasfaseranschlüsse im Gewerbegebiet anbieten zu können. Wir werden das Projekt zügig umsetzen und die Betriebe mit modernster Technik versorgen. Wir bieten den Unternehmen damit die beste Infrastruktur für die Digitalisierung," sagt Wolfgang Fahrian, Regional Manager lnfrastrukturvertrieb Südwest der Deutschen Telekom.

Weitere Infos unter:

Der Ausbau in Alfdorf ist Ergebnis einer Kooperation der Gigabit Region Stuttgart GmbH mit der Deutschen Telekom. Im Fokus des Gigabitprojekts steht der gemeinsame Ausbau des ultraschnellen Glasfasernetzes. Der Vertrag ist in dieser Dimension deutschlandweit einmalig. Weitere Unternehmen sollen die entstehende digitale Infrastruktur zu fairen und marktüblichen Konditionen nutzen können.

Momentan umfasst das Ausbaugebiet 175 Kommunen in der Stadt Stuttgart sowie in den fünf benachbarten Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr. Jüngstes Zweckverbandsmitglied ist die Gemeinde Wangen im Landkreis Göppingen. Die Tür bleibt offen für weitere Mitglieder. In dem Ballungsraum leben rund 2,8 Millionen Menschen. Rund 140.000 Unternehmen sind dort angesiedelt.

Schulen und Unternehmen in der Metropolregion Stuttgart sollen bis zum Jahr 2025 mit Glasfaser erschlossen sein. Bis zum Jahr 2030 sollen 90 Prozent der Haushalte davon profitieren. Im Mobilfunknetz sollen Lücken schnell geschlossen werden und ein leistungsstarkes 5G-Netz vor Ort aufgebaut werden.