Das Landratsamt Rems-Murr hat am Samstagabend eine Allgemeinverfügung erlassen, die bereits am Sonntag, 18.10.2020 in Kraft tritt! Diese sieht deutliche Einschränkungen, unter anderem von privaten Feiern, vor!

Nachdem der Rems-Murr-Kreis nun den Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten hat, gilt er nun auch als Risikogebiet. Leider wurden wir als Kommune auch erst am Samstag von der neuen Entwicklung überrascht.

Die konkreten Regelungen sind:

  1. Begrenzung der zulässigen Anzahl der Teilnehmenden bei Feierlichkeiten im öffentlichen und privaten Raum auf maximal zehn Personen; diese Anzahl darf überschritten werden, sofern Personen aus maximal zwei Haushalten zusammenkommen. Diese Regelung gilt ab Sonntag, 5 Uhr. So müssen keine begonnenen Feiern beendet werden.
  2. Begrenzung der Teilnehmerzahl bei öffentlichen Veranstaltungen auf 100 Teilnehmer, ausgenommen davon sind zum Beispiel Gemeinderats- und Kreistagssitzungen.
  3. Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum, wenn das Einhalten eines Abstandes von 1,5 Metern nicht möglich ist, beispielsweise in belebten Einkaufsstraßen oder innerhalb von Warteschlangen. Auf Messen und Märkten wird eine durchgängige Maskenpflicht festgelegt.
  4. Sperrstunde um 23 Uhr für Gastronomiebetriebe. Das bedeutet: Ab diesem Zeitpunkt darf kein Alkohol mehr verkauft werden, egal ob im Gastraum oder zum Mitnehmen.
  5. Für Schüler ab der 5. Klasse gilt ab Montag, 19. Oktober, eine Maskenpflicht im Klassenzimmer. Das hatte das Kultusministerium bereits am Freitag erlassen.

Details zu diesen Regelungen – etwa zu Konfirmationen unter: www.rems-murr-kreis.de/corona

„Wir wissen, dass dies ein harter Schlag für die Gastronomie und für Familienfeiern ist – vor allem, weil es so kurzfristig kommen muss“, betont Landrat Dr. Richard Sigel. „Dieses Wochenende feiern viele Familien im Landkreis Konfirmation – ein Fest, das an manchen Orten bereits vom Frühjahr in den Herbst verschoben wurden. Solche Einschränkungen schmerzen, dessen bin ich mir bewusst“, so der Landrat weiter. „Gleichzeitig gilt es nun, die Pandemie rasch einzudämmen. Die Bundeskanzlerin hat es heute noch einmal auf den Punkt gebracht: Wir dürfen keinen Tag mehr verlieren.“

„Wir hätten unsere Bürgerinnen und Bürger gerne frühzeitiger und klarer informiert. Allerdings haben die Abstimmungen im Nachgang zur Ministerpräsidentenkonferenz ihre Zeit gebraucht und wir haben erst am Freitagabend den Erlass zur Umsetzung vom Sozialministerium erhalten. Unsere Regelungen zu privaten Feiern treten bewusst erst am Sonntag um 5 Uhr in Kraft, damit zum Beispiel Hochzeitsfeiern nicht abgebrochen werden müssten. So lebensnah müssen wir sein“, betont der Landrat.

„In dieser zweiten Corona-Welle brauchen wir das Verständnis und die Ausdauer der Menschen im Rems-Murr-Kreis. Nur gemeinsam können wir die Pandemie weiter eindämmen. Deshalb wäre es wünschenswert gewesen, wenn wir an der kommunalen Basis früher klare Regelungen gehabt hätten, um eine rechtzeitige Kommunikation sicherzustellen“, so der Landrat weiter.

„Bitte bedenken Sie trotzdem, dass der kurzen Freude des Zusammenseins beim Familienfest, im Verein oder in der Kirchengemeinde in den kommenden Wochen eine lange Quarantäne folgen kann“, so der Landrat. „Wir haben dieses Jahr gelernt, auf was wir achten müssen, um uns und andere zu schützen. Darauf kommt es in den kommenden Wochen im Alltag an, damit die Zahlen wieder sinken."

Hier finden Sie weitere Infos des Landratsamtes.

 

am 30.09.2020 tritt voraussichtlich eine überarbeitete Corona-Verordnung in Kraft, die folgende wesentliche NEUERUNGEN mit sich bringt. Um Beachtung wird ausdrücklich gebeten!

  • Die Pflicht zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung wird insgesamt verschärft:
    • In Gaststätten, Restaurants, Bars etc. besteht nun auch für Besucher eine Maskenpflicht, sofern sie sich nicht an ihrem Platz befinden (§ 3 Abs. 1 Nr. 7).
    • Die Maskenpflicht gilt auch in Freizeitparks und Vergnügungsstätten in geschlossenen Räumen und in Wartebereichen (§ 3 Abs. 1 Nr. 8).
    • Beim praktischen Fahr-, Boots- und Flugunterricht, einschließlich der jeweiligen praktischen Prüfung ( § 3 Abs. 1 Nr. 9) ist nun ebenfalls eine Maske zu tragen.
    • Verantwortliche von Einrichtungen und Geschäften müssen über die Maskenpflicht informieren (§ 4 Abs. 1 Nr. 8).
  • Die typischen Symptome einer COVID-19 Erkrankungen wurden an den neuesten Erkenntnisse des Robert-Koch-Instituts angepasst (§ 7 Abs. 1 Nr. 2).
  • Bei Verstoß gegen die Maskenpflicht besteht nun ein Zutritts- und Teilnahmeverbot (§ 7 Abs. 1 Nr. 3).
  • Die Untersagung von Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmenden bleibt über den 30. September 2020 hinaus bestehen (§ 10 Abs. 3).
  • Die §§ 4 bis 8 gelten künftig auch für Boots- und Flugschulen (§ 14 Nr. 5).
  • Die Verordnung tritt am 30. September in Kraft.

Die Verordnung wird voraussichtlich am 29. September 2020 im Gesetzblatt Baden-Württemberg veröffentlicht. Die Vorabveröffentlichung der Verordnung unter www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/  dient lediglich der Information und ist keine Verkündung im juristischen Sinne.

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Corona-Pandemie ist  nicht überwunden und die steigenden Zahlen zeigen uns, dass wir nicht panisch, aber dennoch klug und achtsam mit dem zunehmenden Infektionsrisiko umgehen müssen. Die Corona-Verordnung schreibt eine „Einreise-Quarantäne“ für Rückkehrer aus Risikogebieten vor. Unter www.rki.de finden Sie die aktuell ausgewiesene Risikogebiete. Nachfolgend sind die wichtigsten Informationen für Reiserückkehrer zusammengefasst:

Einreise-Quarantäne:

Jeder der aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss:

  1. sich direkt nach der Rückkehr für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben, 
  2. sich unverzüglich beim Ordnungsamt der Wohnortgemeinde melden (für Alfdorf: 07172/309-16 oder -0),
  3. und sofern am Urlaubsort kein Corona-Test durchgeführt wurde, auf Anordnung des Ordnungsamtes, innerhalb von 14 Tagen nach Einreise ein Test durchführen.


Wie kann ich eine Quarantäne vermeiden?

Eine 14-tägige Quarantäne nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet kann vermieden werden, wenn dem Ordnungsamt nach der Rückkehr:

  1. ein negativer Befund eines Corona-Test aus dem ein Urlaubsort und
  2. dazu ein ärztliches Attest in deutscher oder englischer Sprache vorgelegt wird, welches bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem Corona-Virus vorhanden sind.

Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit sich nach der Rückkehr zuhause testen zu lassen. In diesem Fall muss jedoch die Quarantäne bis zum Vorliegen eines negativen Tests zusammen mit einem ärztlichen Attest aufrechterhalten werden!

Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 5.000 Euro.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:  www.rems-murr-kreis.de <http://www.rems-murr-kreis.de/jugend-gesundheit-soziales/gesundheit/coronavirus-aktuelle-informationen/>  oder www.baden-wuerttemberg.de