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Landkreis investiert in sichere und zukunftsfähige Infrastruktur
Erstelldatum27.05.2026
Die Kreisstraße K 1887 zwischen Pfahlbronn und Rienharz ist nach umfangreichen Baumaßnahmen nun wieder für den Verkehr freigegeben
Das Straßenbauamt des Rems-Murr-Kreises hat die ausgebaute Kreisstraße K 1887 zwischen Pfahlbronn und Rienharz am 26. Mai 2026 offiziell wieder für den Verkehr freigegeben. Landrat Dr. Richard Sigel und Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz gaben die Strecke im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit symbolischer Banddurchtrennung frei.
Die Baumaßnahme war im Juli 2025 zunächst im Umwelt- und Verkehrsausschuss und anschließend im Kreistag beschlossen worden. Der Bau begann am 22. September 2025. Trotz einer Bauzeit über die Wintermonate mit teils sehr niedrigen Temperaturen und einer längeren Winterpause konnte die Maßnahme nun erfolgreich abgeschlossen werden.
Die während der Bauzeit eingerichtete Umleitung für die Buslinien 266 und 266A ist daher nicht mehr erforderlich und der Busverkehr wird angepasst. Die Änderungen an den Fahrplänen werden durch die VVS veröffentlicht sowie an den betroffenen Haltestellen kenntlich gemacht und sind zudem in der VVS-App einsehbar.
Umfangreiche Erneuerung auf rund einem Kilometer
Die Kreisstraße 1887 verläuft in einem topografisch anspruchsvollen Bereich mit stellenweise stark bewegtem Gelände. In der Vergangenheit war es dort immer wieder zu Schäden durch Setzungen, Rutschungen und Probleme bei der Entwässerung gekommen. Ziel des Ausbaus war deshalb nicht nur eine Sanierung der Oberfläche, sondern eine dauerhafte und nachhaltige Verbesserung der gesamten Straßenanlage.
Auf rund einem Kilometer wurde die Fahrbahn von bislang etwa 5,5 Metern auf durchgehend 6 Meter verbreitert. Dadurch wird insbesondere der Begegnungsverkehr – auch für Busse, schwere Fahrzeuge und den landwirtschaftlichen Verkehr – deutlich sicherer.
Im Rahmen der Maßnahme wurden unter anderem umgesetzt:
- Erneuerung der Entwässerung auf rund 640 Metern
- Erneuerung der Schottertragschicht mit 20 Zentimetern Stärke
- Vollständige Erneuerung des Asphaltaufbaus auf rund 5800 Quadratmetern
- Erneuerung der Fahrzeugrückhaltesysteme auf rund 400 Metern
Nachhaltige Hangsicherung und Vorsorge für Starkregen
Ein Schwerpunkt der Maßnahme lag auf der dauerhaften Stabilisierung der Hänge und Fahrbahnränder. Hierzu wurden zwei Betonkopfbalken mit einer Gesamtlänge von 144 Metern, Mikropfähle mit einer Gesamtlänge von rund 2500 Metern sowie ein Steilböschungssystem mit Geogittern auf rund 80 Metern hergestellt.
„Wir reparieren nicht nur Schäden, wir machen Infrastruktur widerstandsfähiger. Diese Maßnahme ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Die K 1887 ist jetzt nicht nur breiter und sicherer. Sie ist auch so ausgebaut, dass sie gegenüber künftigen Starkregenereignissen deutlich resistenter ist.“, betonte der Landrat.
Barrierefreiheit und Naturschutz mitgedacht
Auch über den eigentlichen Straßenbau hinaus wurden umfassende Verbesserungen umgesetzt. So wurde die Bushaltestelle „Abzweig Eisenbachsee“, an der auch die Verkehrsfreigabe stattfand, im Rahmen des Projekts barrierefrei umgebaut.
Darüber hinaus wurden zwei Amphibientunnel in die Kreisstraße eingebaut. Da die Strecke in Gewässernähe und im Waldbereich liegt, war es dem Landkreis wichtig, die Straße auch für Amphibien sicherer zu gestalten und deren Lebensräume besser miteinander zu verbinden.
Investition in die Zukunft des ländlichen Raums
Die Vergabesumme für die Baumaßnahme beläuft sich auf 1,8 Millionen Euro. Das Projekt wird mit über 50 Prozent durch das Land Baden-Württemberg gefördert. Die Förderung wurde durch das Regierungspräsidium Stuttgart bewilligt.
„Auch in wirtschaftlich schwereren Zeiten dürfen wir unsere Infrastruktur nicht kaputtsparen“, so der Landrat. „Wer in schwierigen Zeiten nur auf Sicht fährt und notwendige Investitionen aufschiebt, der spart nicht wirklich. Er verschiebt Probleme nur nach hinten – und macht sie am Ende oft größer und teurer. Maßnahmen wie diese sind Investitionen in Sicherheit, Mobilität und Lebensqualität.“
Weitere Investitionen in Alfdorf
Der Landrat verwies bei der Verkehrsfreigabe zudem auf eine weitere kürzlich abgeschlossene Maßnahme auf Alfdorfer Gemarkung: Am 24. April 2026 wurde bereits die erneuerte Ortsdurchfahrt Brend an der K 1889 wieder für den Verkehr freigegeben. Auch dort hatte der Landkreis umfassend in den Straßenunterbau, den Asphaltaufbau sowie in die Entwässerung investiert, um die Strecke nachhaltig zu verbessern.



