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Meldungen über Eichenprozessionsspinner beim Ordnungsamt
Erstelldatum30.06.2026
In den vergangenen Tagen kam es beim Ordnungsamt der Gemeinde Alfdorf zu mehreren Meldungen über das Auftreten des Eichenprozessionsspinners.
Hierzu einige Informationen:
Um was handelt es sich überhaupt?
Der Eichenprozessionsspinner ist ein unscheinbarer Falter, der ausschließlich an Eichen vorkommt. Der Falter legt seine Eier mit dem Austreiben der Eichen (zwischen April und Mai). Im Laufe der Larvenentwicklung wachsend den Raupen ab Mai/ Juni sehr feine Brennhaare.
Welche Gefährdung besteht?
Die Gefahr geht von den sehr feinen Brennhaaren aus, die den Raupen ab dem 3. Larvenstadium wachsen. Die sehr feinen Brennhaare brechen leicht ab und werden bei günstiger Witterung vom Wind über weite Strecken weitergetragen.
Bei Kontakt wird von den Raupenhaaren ein Gift freigesetzt, welches eine allergische Reaktion auslösen kann. Mögliche Folgen sind Hautausschläge, Hautrötungen, leichte Schwellungen und ein heftiger brennender Juckreiz. Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut durch eingeatmete Haare können zu Bronchitis, Husten und Asthma führen.
Wann besteht die Gefährdung?
Eine Gefährdung durch die Raupenhaare besteht von Mitte Mai bis in den späten Herbst. Auch wenn die Raupen nicht mehr da sind, befinden sich die Raupenhaare noch über einen langen Zeitraum in der Umgebung der Bäume. Dabei sind gerade die Nester gefährlich, da sich darin die alten Larvenhäute befinden. Werden diese nun entfernt oder zerstört, fliegen sehr viele Haare durch die Luft. Diese Haare können dann direkt auf der Haut oder an der Kleidung kleben bleiben.
Wo müssen Sie aufpassen?
Als wärmeliebende Art bevorzugt der Eichenprozessionsspinner freistehende besonnte Eichen, das heißt Bäume an Waldrändern, in Parks, Ortsbegrünungen, Gärten, an Sportplätzen und so weiter.
Was kann gegen die Raupen unternommen werden?
Im Frühjahr gibt es die Möglichkeit, die Raupen mit einem biologischen Pflanzenschutzmittel zu bekämpfen. Die Gemeinde Alfdorf bekämpft den Eichenprozessionsspinner dort, wo der Kontakt mit den Brennhaaren nicht vermieden werden kann oder besonders schutzbedürftige Personengruppen betroffen sind wie beispielsweise an Kindergärten, Schulen oder auch auf den Friedhöfen.
Der Eichenprozessionsspinner gehört zu den waldtypischen Gefahren. Eine flächendeckende Bekämpfung der Larven ist aus Kostengründen nicht realisierbar.
Auf privaten Grundstücken ist der jeweilige Eigentümer für die Bekämpfung bzw. für Schutzmaßnahmen zuständig.
Die Gemeinde Alfdorf bittet alle Bürgerinnen und Bürger um erhöhte Aufmerksamkeit im Bereich von Eichenbeständen.
Bitte achten Sie insbesondere auf Kinder, die sich in der Nähe von Eichen aufhalten, sowie auf Haustiere.
Sollten Sie einen Befall auf öffentlichen Flächen feststellen oder Fragen zum Thema haben, wenden Sie sich bitte an das Ordnungsamt der Gemeinde Alfdorf unter der zentralen Telefonnummer Telefonnummer: 07172 / 309-0.


