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Meuschenmühle

Informationen zur Meuschenmühle

Die Geschichte der Meuschenmühle reicht weit zurück. 1553 wird sie erstmals als "Nibelgau-Mühle" schriftlich erwähnt, vermutlich hat an diesem Standort aber schon im 13. Jahrhundert eine Mühle existiert. Vor dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) war sie Lehen der Herren von Neuhausen/Filder, danach das der Herren vom Holz in Alfdorf.

Das heutige Mühlen- und Wohngebäude stammt aus dem Jahr 1787. Es enthält eine funktionierende Mahlanlage aus dem 19. Jahrhundert. Dazu gehören zwei Mahlgänge mit Mahlsteinen und ein Gerbgang, der den im Schwäbischen Wald verbreiteten Dinkelanbau belegt. Er diente zum Entspelzen (Gerben) des Dinkels, der nach dem Dreschen nicht, wie etwa der Weizen, das blanke Korn liefert, sondern fest mit den Spelzen verbunden bleibt.

Meuschenmühle
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Eine Seltenheit ist die aus einer Wiener Mühlenbauanstalt stammende Spitz- und Schälmaschine. Über eine Nebenwelle kann ein Butterfass angetrieben werden - eine Kuriosität in einer Mahlstube. Das Wasserrad mit einem Durchmesser von sieben Metern und 60 Schaufeln aus Eichenholz ist das größte im Schwäbischen Wald. Das Wasser fließt von oben auf das Rad (oberschlächtiges Wasserrad) und treibt es an. In der Mühlenanlage überträgt sich die Kraft mit Zahnrädern und Riemen auf die jeweiligen Maschinen.

In der Meuschenmühle kann das System der "Alten Deutschen Wassermühle" noch voll funktionsfähig in Betrieb erlebt werden. Die Mühlenanlage ist im Erhaltungszustand und der Ursprünglichkeit ihrer technischen Einrichtung von besonderer historischer Bedeutung. Die tief ausgetretenen Holzstufen hinauf zum Mahlgang sind stumme Zeugen der Mühsal, die Müllerei zu damaligen Zeiten bedeutet hat.

Das Gebäude ist weitgehend original erhalten. Der Wohnteil besteht aus der Wohnung des Müllers mit einer zentralen große Küche und einer "guten Stube" und dem Ausgedinge, dem Alterssitz - einer Küche und einem Zimmerchen, das ursprünglich über eine Außentreppe zugänglich war. Sparsamer Luxus wie eine Stuckdecke, profilierte Türstöcke und Simse aus Stubensandstein zeugen vom bescheidenem Wohlstand der Müllerfamilie im ausgehenden 18. Jahrhundert und dem daraus erwachsenen Selbstbewusstsein.

Meuschenmühle
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